Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

An welchem Standort werden Lesa Kraftwerke künftig produziert?

Die Produktion der LESA Kraftwerke wird in Berlin Spandau erfolgen. Am jetzigen Standort im Zitadellenweg ist nicht genug Platz für eine Produktion. In Spandau gibt es aber viele Industrie- und Gewerbeflächen, die sich für die Produktion eignen. Außerdem gibt es ausgezeichnete verkehrstechnische Anbindungen und geeignete Fertigungs­betriebe für Zulieferteile.

Können Lesa Maschien auch mit dem neuen EEG rentabel arbeiten?

LESA Maschinen können künftig durch ihren hohen elektrischen Wirkungsgrad mit und ohne EEG rentabel betrieben werden. Generell haben sich die Bedingungen für die Einspeisung von Strom aus Biomasse­anlagen mit dem EEG 2017 verschlechtert. Lesen Sie dazu den 6. Nachtrag zum Verkaufsprospekt vom 24.03.2017 über das EEG 2017.

Wie hoch ist der Wirkungsgrad?

Angestrebt ist ein Wirkungsgrad von 60 % elektrisch. In Einzelergebnissen wurde dieser Wert in der Vergangenheit schon erreicht, aber auf Dauer konnte er bisher nicht realisiert werden. In der Maschine entstehen während der Entspannung des Arbeitsmediums Ungleichgewichtszustände.

Wenn diese Ungleichgewichtszustände an der richtigen Stelle „gepackt“ werden, wirken sie sich sehr vorteilhaft auf den Wirkungsgrad aus und sorgen für eine hohe Effizienz. Wenn aber das Ungleichgewicht zur „falschen Seite“ kippt, ist der Wirkungsgrad sehr niedrig. Es müssen alle Parameter so eingehalten werden, dass mit regelmäßiger Sicherheit die richtigen Zustände erreicht werden.

Warum dauert es so lange mit der Entwicklung?

Wir sind in einem Teilgebiet der Thermodynamik (Wärmelehre) unterwegs, das wissen­schaftlich bisher nur unzureichend oder gar nicht untersucht wurde. Das betrifft speziell die Anwendung von Dampfgemischen in Kreisprozessen. 

Inzwischen haben wir einen guten Stand erreicht und sehr weitreichende Erfahrungen mit der Handhabung von Mischdämpfen in den Maschinen. Wir werden besser und können präzisere Vorhersagen machen, die sich dann auch einstellen.

Kann das Kraftwerk auch mit Gas betrieben werden?

Das LESA Kraftwerk braucht Wärme von 30 - 90°C für den Betrieb. Die Wärme könnte auch mittels eines Gas-Brenners erzeugt werden. Aber auch Abwärme aus Gasmotoren oder anderen Prozessen wäre geeignet.

Wann ist mit der Auslieferung der ersten Maschinen zu rechnen?

Aus heutiger Sicht sollen 2019/2020 die ersten 500 Kraftwerke gefertigt werden. Den Beginn der Auslieferung können wir noch nicht genau bestimmen. Unsere Zeitpläne mussten wir in der Vergangenheit immer wieder ändern und anpassen.

Wo kann man Referenzanlagen besichtigen?

Im Moment arbeiten wir an einer Anlage in unserem Haus. Erste Referenzanlagen werden künftig in Berlin zu besichtigen sein. Aber haben Sie noch etwas Geduld.

Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik ist doch ein Naturgesetz, gegen das sie hier verstossen.

Der zweite Hauptsatz ist ein Erfahrungssatz, er lässt sich auf wissenschaftlicher Basis nur unzureichend beweisen. Dennoch ist er die Stütze für das gesamte Gebäude der thermo­dynamischen Wissenschaft.

Er hat allerdings nur für Gleichgewichtszuständen Gültigkeit. Für Ungleich­gewichts­zustände, mit denen wir hier arbeiten, gilt der 2. Hauptsatz der Thermodynamik und alle anderen thermodynamischen Gleichungen nicht. Was in diesem Bereich stattdessen gilt, ist ein spannendes Thema und ein Schlüssel für künftige innovative Erfindungen. Physiker künftiger Generationen haben hier ein schier uner­schöpf­liches Feld, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Mit der Fertigstellung der ersten LESA Kraftwerke werden wir eine breite Diskussion dazu anstoßen.

Kann man die Abwärme einer Biogasanlage für die Stromerzeugung nutzen?

Die Abwärme aus Biogasanlagen und andern Prozessen kann man im LESA Kraftwerk für die Erhitzung des Arbeitsmediums verwenden. Es bedarf eines entsprechenden Wärme­tauschers und einiger Anpassungen im System.

Kann auch Miscanthus oder Getreide verheizt werden?

Mit der geeigneten Heiztechnik können auch andere nachwachsende Rohstoffen zum Erhitzen des Mischdampfes verwendet werden.

Kann man mit dieser Anlage seinen eigenen Strom produzieren?

Ja, das kann man. Allerdings erzeugt das Kraftwerk im Jahr 255.000 Kilowattstunden Strom. Ein privater Haushalt verbraucht zwischen 2.000 und 4.000 Kilowattstunden. Man sollte daher den übrigen Strom ins Netz einspeisen.

Kann ich mit dem Lesa Kraftwerk mein Haus heizen?

Der größte Teil der verwendeten Wärme wird in Strom verwandelt. Die übrige Wärme fällt auf einem niedrigeren Niveau an und ist darum eher zum kühlen zu verwenden.

Warum hat das Lesa Kraftwerk nur 30 kW?

Über einen regulären Haus­anschluss lassen sich 30 kW problemlos einspeisen. Die Energieversorger sind verpflichtet, den Strom auch an jedem Ort, sofern dort ein Hausanschluss vorliegt, in das öffentliche Netz einzuspeisen.